Heute morgen hätte ich denn doch beinahe die Krise bekommen. Nachdem das Kind mich ständig bei jeder Mail, die ich gelesen habe, fragte, wie lange ich noch zu arbeiten gedenke, habe ich denn doch (endlich) mal das Arbeitszimmer für eine Stunde als kinderfreie Zone erklärt. Es hat auch problemlos geklappt: Der Jung ist brav ins Wohnzimmer getapert und hat sich dort still und ruhig allein beschäftigt.
Ich habe bei solchen Aussagen immer meine Bedenken - schließlich bin ich ja nicht die Mutter, will auch keine Mutterrolle übernehmen. Er hat eine harte Zeit hinter sich, ist in gewisser Hinsicht problematisch (kann sich schlecht konzentrieren und ist es nicht gewohnt, allein zu spielen). Die Besuche bei uns sind für ihn Ausnahmen vom Alltag, sollen ihm auch Spaß machen. Ich bin mir nie sicher, wie viele Grenzen ich setzen soll, wenn mich etwas durch sein Verhalten an meinem Alltag stört.
Die heutige Aktion war jedenfalls gelungen und nun weiß er auch schon für morgen, dass für eine gewisse Zeit einfach Ruhe im Karton herrschen muss. Jetzt sollte ich das nur noch für die Zeit einführen, wenn ich auf dem Sofa relaxen - das brauche ich um morgens wach und gutlaunig zu werden - will und wir werden doch noch ein paar entspannende Tage verbringen.
Zur Belohnung sind wir gen Mittag nach Legoland gefahren. Göttin, war das teuer. Zwei Erwachsene, ein Kind: 70 Euronen. Diverse Essen und ein kleines Souvenir mit eingerechnet und wir waren gut 120 Euros ärmer.
Dennoch hat sich der Ausflug gelohnt, besonders wenn man ein Kind dabei hat, das noch nie in einem Freizeitpark war und das erste Mal Achterbahn fahren durfte (wollte er, ganz der Vater!). Die Freude und der Glanz in den Augen macht viel wett ...