Nach dem ruhigen Sonntag ein alles andere als angenehmer Montag, mit einem äußerst ekligen Beschwerde-Brief auf dem Schreibtisch im Hauptbüro.
Komisch, dass die Leute, denen man Zugeständnisse macht (in dem Fall wurde eine Nachhol-Abschlussprüfung vorgezogen) dann nachtreten und versuchen Geld zurückzufordern. Leider hat die Dame genau die Schwachstelle gefunden, mit der sie uns treffen kann.
Jetzt werde ich morgen zunächst einen schönen Rückantwort-Brief verfassen und fragen, was sie eigentlich genau will und fordere sie auf ihre angeblichen Verluste klar zu belegen - vielleicht lässt sich ja so einiges verhindern.
Bei solchen Geschichten merke ich aber immer wieder, dass mein Magen alles andere als in Ordnung ist, denn es beginnt sofort ein unangenehmer Druck, der sich nur langsam wieder entfernt. Dreck.
Den Nachmittag habe ich mir daraufhin frei genommen und zusammen mit dem Liebsten bei Ikea zwei Flurteppiche und ein Kästchen (Pressspan als Buche getarnt) für unser neues Firmenfax gekauft. Letzteres habe ich schlussendlich auch mit einigen Mühen in seine jetzige Kastenform geschraubt - nicht ohne ein paar Löcher hineinzubohren, die vorher nicht da waren und das Ding beinahe zu zerhacken.
Und obwohl der Liebste zwei Hände mit zehn Daumen hat und ich solche kleinen Heimwerkersachen vorwiegend selbst mache, musste er dieses Mal antreten und mich aus dem Bretterhaufen retten.
Jetzt haben wir ein Faxschränkchen mit drei Schubladen und wenn ich endlich mal wieder nicht mehr jeden Cent umdrehen muss, krieg ich vielleicht auch wieder Möbel aus echtem Holz.